Detailzeichnungen
mit Farbhinweisen
und ein Entwurf aus
dem Skizzenheft
von Jakob II.
F_Skizze F_Entwurf
 
F_Jakob1
Jakob Huwiler I.
10. März 1822 – 31. März 1902.
Geboren in Rickenbach LU
Gestorben in München.
Selbstporträt.

 

Jakob2
Jakob Huwiler II.
30. August 1867 – 27. April 1938.
Geboren in Sursee LU
Gestorben in Ruswil LU.
Porträtiert von Willy Huwiler.

Jakob Huwyler II. Arbeitsverzeichnis, PDF

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In Rickenbach aufgewachsen, fiel bereits während der Schulzeit sein zeichnerisches Talent auf. Er entschied sich mit 19 Jahren für eine Malerlehre bei Maler Johann Bucher im Schlössli oberhalb Beromünster. Mit 25 Jahren zog er sich als Einsiedler zurück. Unter dem Namen «Niklaus» lebte er 1848/49 als Eremit im Luzerner Lutherngebiet und später in Stans auf dem sogenannten Bergli. Zu dieser Zeit lernte er bei Paul Deschwanden malen. Im März 1851 siedelte er sich im Ranft an. 1854 verreiste er nach Rom und später nach München, um seine Kunst zu vervollkommnen. Zwei Jahre später kehrte er als Laie nach Sachseln zurück, hielt sich dort längere Zeit bei Pfarrer Anton Omlin auf, und begab sich dann nach Sursee, wo er 1865, nachdem er Dispens erhalten hatte, Louise Fischer heiratete. Auch nach seinem Austritt blieb er brav und sittlich. Er verzichtete als Waldbruder auf die übliche Kollekte von Nüssen und Butter, und trug viel zur Restauration der Kapellen in Sachseln bei, indem er mehrere Gemälde unentgeltlich malte.

Quellen: "Rickenbacher Jahresschrift 1986"
und "Geschichte der Pfarrei Sachseln", Kapitel
"Waldbruderei im Ranft und deren Bewohner".
 
Die Künstlerlaufbahn führte Jakob II. von Sursee über die Kunstgewerbeschule Luzern nach München, wo er dank eines Stipendiums an der Kunstakademie, bei den Professoren Schmid-Reuti und Friedrich Fehr studieren konnte. Wie es Zeugnissen zu entnehmen ist, hat Jakob II. viele bedeutende Fresken restauriert und eine Reihe von eigenen Arbeiten, Deckengemälde, Altarbilder und Kreuzwege geschaffen. Davon zeugen heute noch viele Arbeiten in Unterfranken sowie in Münchner und Allgäuer Kirchen. Nach 45 Jahren in München verlegte er 1933 seinen Wohnsitz nach Ruswil LU. Auch in der Schweiz führte er verschiedene kirchliche Malereien aus, so in Grossdietwil, Grosswangen, Ruswil, Rüediswil und Sursee. Neben der Freskomalerei betätigte er sich hauptsächlich als Portätmaler. Sein Talent, das Wesen und den Charakter der zu malenden Personen darzustellen,fand höchste Anerkennung. Sein jüngerer Sohn Willy hat sein Erbe übernommen und die dritte Künstlergeneration eröffnet.

Quellen: "Luzerner Landbote" 1938
und "Surseer Anzeiger" 1938.